Hallo,

in diesem newsletter schreibe ich eine Art Mending diary über die Reparaturen (sichtbares Ausbessern/Upcycling/Schmuckreparaturen)die meinen Weg begleiten. Nach und nach, Schritt für Schritt wird es wachsen. Wenn die Energie dafür gegeben ist und die Zeit reif. Ganz organisch :)

Mein Name ist Julia und ich bin glücklich zwischen Fäden, Farben und kreativen Projekten, die ich bereits begonnen habe und denen, die noch auf mich warten.

Ich lebe in Hamburg (Deutschland) und liebe die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von Reparaturen und ihre fortwährende Kreativität.

Seit 2014 betreibe ich ein sehr kleines + ultralangsames Label für Strickwaren und Schmuck (Dreifünfacht). Ich biete Reparaturen für die von mir hergestellten Strickwaren sowie für den Schmuck an. Manchmal kommen Leute zu mir, um eine traditionelle Perlenkette reparieren zu lassen.

Dass diese Wertschöpfende Tätigkeit, mit der ich u.a.etliche Lieblingsschmuckstücke rettete, sich für mich persönlich nicht ökonomisch auszahlte, betrachte ich unserem Wirtschaftssystem geschuldet.

Im Jahr 2020 zog meine erste Tochter aus und hinterließ mir eine Menge Kleidung, die sie nicht mehr brauchte, sodass ich mich vor vielen Materialien wiederfand, die ich zu schade zum Wegwerfen fand (da sie nicht kaputt waren!) und gleichzeit zu viel zum einlagern oder aufheben und nicht tragen.

Ich ging alles durch, schaute, was ich selbst behalten mochte und auch langfristig lieben könnte. Verkaufte einiges, von dem ich mich leicht trennen konnte. Gewöhnte mich an den teilweise sehr jungen Look und fühlte mich auch über die Kleidung verbunden mit meinen Töchtern

Nun erkannte ich, dass ich bereits genug Kleidung für den Rest meines Lebens hatte, und so hörte ich auf, neue Sachen zu kaufen, nur weil sie mir besser gefielen als meine alten und ich sie mir leicht leisten konnte.

Im Jahr 2021 verliebte ich mich in die Kunst von Celia Pym und hörte zum ersten Mal von Mending. Ich ging zu einem lokalen Reparaturdienst namens Konfekt Kunstopferei, um meine ersten Reparaturaufträge zu erteilen und war riesig begeistert. Auch über das wertschätzende Honorar!

Der Wunsch, einen Wollpullover zu finden, wie ihn Zaki oder Celia repariert hatten – voller Mottenlöcher und mit großem Potenzial, als Kunstwerk zu enden – trieb mich an.

Im Jahr 2023 begann ich mit visible mending mit Kate Sekules auf Instagram unter der #mendmarch challenge und fühlte mich zu vielen Dingen inspiriert, wie zum Beispiel:

Handspinnen

natürliches Färben mit Pflanzen

Meet & Mend (lokale Treffen)

Kunst des Ausbesserns & Stickens

Ich brauchte einen Namen für meine Seite auf IG und beschloss, durch den Namen, den Wunsch auszudrücken, Orte zu schaffen, an denen Menschen sich offline treffen, gemeinsam und voneinander lernen und zusammen entspannen können, und nannte ihn

collective repairs

Der Aspekt des gegenseitigen eigenständigen Austauschs von Wissen/Ideen ist Teil meiner Motivation, lokale Treffen anzubieten oder organisieren zu helfen!

-(°x°)-

Julia

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